Agrammon
Ammoniakverflüchtigung ist für die Schweizer Landwirtschaft eine bedeutende Verlustquelle für Stickstoff (N). Pro Jahr gehen so mehr als 30'000 Tonnen Stickstoff verloren. Dies entspricht fast einem Drittel des N-Anfalles in Hofdüngern und hat für die Landwirte einen finanziellen Verlust und eine Verminderung der Produktivität zur Folge. Gleichzeitig belasten Ammoniakemissionen die Umwelt, insbesondere naturnahe Ökosysteme.
Das Simulationsmodell Agrammon erlaubt die Berechnung der Ammoniakemissionen und zeigt auf, wie sich auf einem Betrieb Änderungen in Struktur und Produktionstechnik auf die Emissionen auswirken.
Das Modell wurde von der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) und von den Firmen Bonjour Engineering GmbH sowie Oetiker+Partner AG mit Unterstützung des Bundesamts für Umwelt (BAFU) entwickelt.

Modell Agrammon
model.agrammon.chEinzelbetriebsmodell
Das Agrammon Einzelbetriebsmodell basiert auf Modellparametern und Prozessen, die wissenschaftlich gut dokumentiert sind. Es erlaubt die Eingabe der relevanten Betriebsparameter mit möglichst direktem Bezug zum landwirtschaftlichen Betrieb. Dabei werden ausschliesslich Parameter verwendet, die dem Landwirt ohne besonderen Aufwand bekannt sind.
Zum Modell →Regionalmodell
Das Agrammon Regionalmodell eignet sich für die Berechnung regionaler landwirtschaftlicher Ammoniakemissionen. Es basiert auf dem Einzelbetriebsmodell, erlaubt jedoch die Eingabe von regionalen Tierzahlen und der prozentualen Anteile der in der Region angewendeten Produktionstechnik. Die Berechnungen werden mit demselben Algorithmus durchgeführt wie im Einzelbetriebsmodell.
Zum Modell →Kantonale Anpassungen
⚠ Diese Variante ist eingefroren und wird 2028 ausser Betrieb genommen.Das Einzelbetriebsmodell mit kantonalen Anpassungen ist für kantonale Anwendungen bestimmt und kann insbesondere für die Beurteilung von Baugesuchen verwendet werden. Es basiert auf der Standardversion und enthält zusätzliche Massnahmen zur Emissionsminderung sowie eine Funktion zum Versand von Datensätzen an die zuständige kantonale Fachstelle.
Zum Modell →